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DJ Tanz am 22.5.2022 in Rothenburg: Wieder etwas herausgekrochen aus dem Lockdown-Turm: "Beethoven lives" steht auf seinem T-Shirt.

Aber es fehlt der Wille, das DJ-Fahrzeug wieder wie zuvor anzuschieben: "Schön schön, schön, war die Zeit" - und bleibt zum Teil Vergangenheit. Sein Projekt "Metropolic" nur noch lives. Und eine Live-Kostüm-Gruppe soll in erheblicher Zukunft dazustoßen.

Der Corona-Lockdown als Botschaft

Ab März 2020 war Schluss: Die DJs waren ohne Live-Job bis Mai 2022. Mehr als zwei Jahre dauerte die Lähmung. Über das Internet spielten die DJs weiter. Im Internet existierten sie.

Ich war immer ein Spaß-DJ. Ich habe nicht versucht, mein täglich Brot mit dem Anordnen und Moderieren von Fremd-Kompositionen zu erwerben. Der DJ war ein Angebot, und er fand schön launisch und oft überraschend Kunden von 1996 bis 2020.

Ab März 2020 saß ich im Lockdown-Corona-Abschuss, und sagte mir: Es ist doch schön hier, im Internet, hinter dem du zuhause am Computer sitzt. Mach als live-DJ Schluss.

Einen Parallel-Job hatte ich schon 2007 begonnen: YXXY, meine vier lieben Avatare, die in sämtliche Kostüme schlüpfen konnten - und ich wählte Fantastisches - und die jede Menge Bands covern konnten. YXXY nun dürfen sich weiter bewegen. Ich denke, sie liefern Pop und Techno: Das mag ich. Sie liefern YXXY-Versionen von Kompositionen, die in der Hände-Hoch-Produktion veröffentlicht wurden. Sie sind ja die Maskottchen, die virtuellen Ansprechpartner der Hände-Hoch-Produktion. Und bei Laune bekommen sie eigenständige Lieder. Und live dürfen sich da durchaus vier nach Comic-Vorlagen kostümierte Menschen auf der Bühne bewegen, zwischen Projektionen, die an die Saalgröße angepasst sind: Singen wir live zu viert!

Wann groove ich mich da hinein, in das Wachsen und Wandeln von YXXY? Derzeit, im Mai 2022 ("einige Überlebende und manche Neulinge kriechen nun aus den Löchern - aber manche bleiben im Loch drin stecken) vertage ich die schöne Idee. Jaja, 2026 vielleicht....

Es gibt stetig den Seitenzweig meiner Arbeit als DJ: Den VJ - den Film-Aufarbeiter, Film-Klauer, Film-Mischer. Als VJ habe ich 1996 gestartet - noch mit analogem Videogerät, und den Begriff "VJ" gab es noch gar nicht - und hatte 2009 einen Höhepunkt: Den Auftrag, den Film "Metropolis" von Fritz Lang in einen VJ-Abend hinein zu mischen. Das Projekt bekam eine eigene Homepage: www.metropolic.de. Es ist auf meiner Festplatte so weit vorbereitet, dass es jederzeit weiter galoppieren kann. Und "Metropolic" ist vergleichsweise eigenständig: Mitsamt eigenen Texten, mitsamt einer originellen Anbindung an die Comicwelt.

Derzeit hat "Metropolic" aber noch das Problem, dass es sich bei den zugrunde liegenden Filmen um "Found Footage" handelt. Dennoch möchte ich aus meinen vorherigen wunderbaren Angeboten, von "seven ways to spend a night" über "Seven illuminations" bis hin zur Radiosendung und bis zu einem Karaoke-Gesangs-Abend - da möchte ich "Metropolic" als Offerte nach der Corona-Plattmache beibehalten. Langfristig - schwupp sind wir wieder bei 2026 oder so - streue ich eigenes Film-Material hinein in die gleiche Feier des schwarzweiß-theatralischen Stummfilms zu heftiger Musik.

Das also sehe ich soeben im Mai 2022, wo endlich die Kulturanbieter wieder aus den Löchern kriechen dürfen, als meinen Weg: "Metropolic" läuft als Angebot weiter. "YXXY.BAND" will kommen. Habt Spaß.